L HOMME QUI PLANTAIT DES ARBRES JEAN GIONO PDF

Seit dem Morgen hatte ich kein Wasser mehr und ich musste unbedingt danach suchen. Bei diesen Ruinen, die wie ein altes Wespennest aussahen, musste es doch in alter Zeit eine Quelle oder einen Brunnen gegeben haben. Ich musste das Lager aufgeben. In der Ferne schien ich eine kleine schwarze aufrechte Silhouette zu sehen. Ich dachte, es sei ein einzelner Baumstrunk. Es war ein Hirte, neben ihm lagen etwa dreissig Schafe auf der heissen Erde.

Author:Zugul JoJot
Country:Montserrat
Language:English (Spanish)
Genre:Sex
Published (Last):7 August 2008
Pages:18
PDF File Size:19.64 Mb
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ISBN:565-1-49094-400-8
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Seit dem Morgen hatte ich kein Wasser mehr und ich musste unbedingt danach suchen. Bei diesen Ruinen, die wie ein altes Wespennest aussahen, musste es doch in alter Zeit eine Quelle oder einen Brunnen gegeben haben. Ich musste das Lager aufgeben. In der Ferne schien ich eine kleine schwarze aufrechte Silhouette zu sehen.

Ich dachte, es sei ein einzelner Baumstrunk. Es war ein Hirte, neben ihm lagen etwa dreissig Schafe auf der heissen Erde. Dieser Mann sprach nicht viel. Das trifft man oft an bei Menschen die alleine leben. Das Dach war solide und wasserdicht. Auf dem Herd kochte eine Suppe. Seine Kleider waren in der feinen Art ausgebessert, die den Flick unsichtbar macht.

Er hiess mich, die Suppe mit ihm zu teilen. Als ich ihm meinen Tabaksbeutel anbot, sagte er mir, er rauche nicht. Es sind keine angenehmen Wohnorte. Die Familien sind Winter wie Sommer in diesem rauhen Klima aneinander gebunden und leben ihren Egoismus im Kleinen aus.

Der unbewusste Ehrgeiz zeigt sich in der dauernden Sehnsucht, dem Ort zu entfliehen. Auch solide Charakter zerbrechen unter solch dauernd wechselnden Dasein. Die Frauen hegen macherlei Groll. Bei allem und jedem gibt es Konkurrenz, beim Kohleverkauf wie bei der Kirchenbank, sie streiten um die Tugenden und die Laster, in einer Mischung ohne Ende. Der Hirte rauchte nicht, aber er holte einen kleinen Sack und verteilte einen Haufen Eicheln auf dem Tisch. Aufmerksam kontrollierte er eine nach der anderen und trennnte die Schlechten von den Guten.

Ich rauchte meine Pfeife dabei und boot ihm an, zu helfen. Das ist meine Angelegenheit, erwiderte er. Und wirklich, als ich seine Sorgfalt dabei sah, bestand ich nicht mehr darauf. Das war unsere ganze Unterhaltung. Dabei schaute er sie noch genauer an und legte die kleinen oder leicht eingerissenen weg.

Als er so hundert perfekte Eicheln vor sich hatte, hielt er inne und wir gingen schlafen. Die Schafweide befand sich in einer Mulde. Er liess die kleine Truppe in der Obhut seines Hundes und stieg wieder zu mir herauf. Dann stieg er Meter weiter auf. Am Ziel angelangt, fing er an, seinen Eisenstab in die Erde zu bohren. Er machte ein Loch, versenkte eine Eichel und verschloss das Loch wieder.

Er pflanzte Eichen! Nein, sagte er. Ob er wisse, wer der Besitzer sei? Er wusste es nicht. Nach dem Mittagsmahl nahm er die Arbeit wieder auf. Er hatte bisher schon hundert Tausend gepflanzt. Davon trieben etwa zwanzigtausend aus. In diesem Moment fragte ich mich wie alt dieser Mann wohl sei. Trotzdem machte ich einen Fehler. Gerade eben wegen meiner Jugend stellte ich mir die Zukunft vor und sagte optimistisch: diese Zehntausend Eichen werden in 30 Jahren ganz wunderbar dastehen.

Wir trennten uns am folgenden Tag. Um ehrlich zu sein: die Geschichte hatte mich nicht allzusehr beeindruckt. Am Ende des Kriegs hatte ich eine kleine Abfindung erhalten und ich sehnte mich nach frischer Luft. Zehntausend Eichen brauchen wirklich viel Platz, sagte ich mir.

Er war aber nicht tot, sondern sogar noch gut im Saft. Dieser war dreiteilig, 11 km lang und an der breitesten Stelle 3 km weit. Er hatte seine Idee verfolgt und die schulterhohen Buchen die sich so weit man sehen konnte, ausgebreitet hatten, zeugten davon.

Jahrhundert auf Zisternen angewiesen war. Er stand ausserhalb jeden Verdachts. Seit besuchte ich Eleazard Bouffier jedes Jahr. Ich habe ihn niemals zweifeln sehen. Trotzdem, wer weiss ob Gottes Hand im Spiel war? Im folgenden Jahr liess er es sein zu Gunsten von Buchen, die sogar besser als die Eichen heranwuchsen. Oder vielleicht war es einfach nicht mehr notwendig? Der naive Mann sagte sogar, er sehe zum ersten Mal einen Wald von alleine spriessen.

Immerhin war er da schon 65 Jahre alt. Und er baute sie wirklich im folgenden Jahr. Er kannte den Wert der Dinge und wusste zu schweigen. Als Gastgeschenk hatte ich einige Eier mitgebracht und wir drei teilten unseren Imbiss miteinander und betrachteten ein paar Stunden schweigend die Landschaft.

Nur im Jahr geriet das Werk in Gefahr. Damals wurden die Autos mit Holzvergasern betrieben und man hatte nie genug Holz. Man begann, die Eichen von abzuholzen, aber sie waren so weit von jeder Strasse entfernt, dass es sich nicht lohnte und man brach die Sache ab. Der Hirte hatte nichts davon erfahren, er war 30 km weiter daran, seine friedliche Arbeit zu tun. Den Krieg ignorierte er wie Ich habe Eleazard Bouffier im Juni zum letzten Mal gesehen. Er war 78 Jahre alt.

Ich wollte meine einstige Wanderung wiederholen. Weil das so schnell ging, erkannte ich die Landschaft meiner damaligen Wanderung nicht mehr. Es schien mir auch, dass ich an ganz fremden Orten vorbeikam. In Vergons stieg ich aus dem Bus. An Stelle der brutalen trockenen Winde blies nun eine wohlriechende Brise.

Man bekam direkt Lust, dort zu wohnen. Von Vergons aus ging ich zu Fuss weiter. Die alten Quellen bringen wieder Wasser. Einwanderer aus der Ebene oder von dort wo der Boden teuer ist, haben sich niedergelassen und bringen Jugendfrische, Bewegung und Unternehmungslust mit. Eleazard Bouffier ist im Jahre im Altersheim von Banon friedlich entschlafen.

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Plot[ edit ] The story begins in the year , when a young man who is the narrator was travelling alone on a hiking trip through Provence , France, and into the Alps , enjoying the relatively unspoiled wilderness. He runs out of water in a treeless, desolate valley where only wild lavender grows and there is no trace of civilization except old, empty crumbling buildings. He finds only a dried-up well, but is saved by a middle-aged shepherd who takes him to a spring he knows of. Curious about this man and why he has chosen such a lonely life, the narrator stays with him for a time. He makes holes in the ground with his straight iron staff and drops into them acorns that collected from miles away. He is also growing beech and birch saplings for planting.

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